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fib PhD-Symposium in Tokio - Konichiwa!

Die Diplomprüfung ist schon wieder zwei Jahre her und damit auch meine letzte richtige Prüfungssituation. Das sollte sich beim fib PhD-Symposium der internationalen Dachorganisation der nationalen Betonvereine (fib) ändern. Bei dieser Veranstaltung werden alle zwei Jahre die Doktorand*innen aus allen Ländern eingeladen, ihre Forschungsarbeiten vorzustellen. Das Symposium fand dieses Jahr im weit entfernten Tokio statt. Konichiwa!

Nach dem Vortrag steht, anders als bei normalen Konferenzen, eine ausgedehnte 25-minütige Fragesession auf dem Programm, bei welcher die zugeteilten Professoren angehalten sind, durchaus kritisch zu sein. Gerade an meinem Forschungsthema "Querkraft" wird momentan auf der ganzen Welt geforscht, weshalb hier besonders viel Input gegeben wurde.


So durfte ich mit führenden Wissenschaftlern auf diesem Gebiet diskutieren, darunter Prof. Muttoni (EPFL Lausanne), Prof. Evan Bentz (University of Toronto) und Prof. Stephen Foster (UNSW Australien). Dies brachte mich zwar ordentlich ins Schwitzen (wobei die sommerliche Luftfeuchtigkeit in Tokio auch nicht besonders förderlich für einen kühlen Kopf war), aber zugleich bin ich nun sehr dankbar für das ehrliche Interesse an meiner Forschung.

 
Neben dem Konferenzaufenthalt war es mir zum Glück möglich, Japan für zwei Wochen zu bereisen. Gemeinsam mit meinem bergaffinen Bürokollegen Philipp führte mich die Reise auf den Mount Fuji. Der zweitägige Aufstieg wurde mit einem atemberaubenden Sonnenaufgang und einer sensationellen "Ramen" (Nudelsuppe) belohnt. 
 
Auch mein langjähriges Hobby Judo konnte ich in der ältesten Judoschule in Tokio und quasi dem Ursprung dieses Sports, dem Kodokan ausüben. Das Wettkampftraining hat mir einiges abverlangt und es war ein unbeschreibliches Gefühl nach dem Training in einen 42° heißen Onsen (Badewanne) Platz zu nehmen und den Körper zu entspannen.

Nach diesen aufregenden Wochen in Japan war die Reise noch nicht vorbei. Ich flog zurück nach Wien, um dort lediglich in ein Flugzeug nach Zürich zu steigen. Ich hatte dort die Möglichkeit bei einem Workshop der fib-Gruppe zum Thema Querkraft teilzunehmen. Dieser zweitägige Workshop fand an der ETH-Zürich unter der Organisation von Prof. Oguzhan Bayrak und dem Hosting von  Prof. Walter Kaufmann statt. Dort konnte nahtlos an den Diskussionen aus Tokio angeschlossen werden, da einige Professoren dieselbe Reise wie ich hinter sich hatten. Die Publikationen aus diesem Workshop können im zugehörigen fib-bulletin eingesehen werden.
 

 

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