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Historische Konstruktionen - Belastungsversuche eines Satteldachbinders

Meine erste Aufgabe als Assistent am Institut für Tragkonstruktionen führte mich nach St.Pölten, wo wir einen 14 Meter langen Stahlbetonbinder in einem Vierpunktbiegeversuch belasteten. Hier sollte die Frage geklärt werden, ob bei der Belastung sich der unverbügelte Flansch im Sattelknick ablöst. Ich durfte das Projekt von der Planung, über die Betonage bis hin zum Versuch und der Gutachtenerstellung betreuen. Ein durchaus herausforderndes Einstiegsprojekt, welches einen sehr guten Abschluss fand. Die experimentellen Ergebnisse konnten nämlich auch in einem Artikel im Fachmagazin Beton- und Stahlbetonbau veröffentlicht werden. Außerdem wurden die durchgeführten Finite-Elemente-Kalkulationen auch in einem Newsletter-Beitrag der kommerziellen Software Atena erwähnt.

fib PhD-Symposium in Tokio - Konichiwa!

Die Diplomprüfung ist schon wieder zwei Jahre her und damit auch meine letzte richtige Prüfungssituation. Das sollte sich beim fib PhD-Symposium der internationalen Dachorganisation der nationalen Betonvereine ( fib ) ändern. Bei dieser Veranstaltung werden alle zwei Jahre die Doktorand*innen aus allen Ländern eingeladen, ihre Forschungsarbeiten vorzustellen. Das Symposium fand dieses Jahr im weit entfernten Tokio statt. Konichiwa!   Nach dem Vortrag steht, anders als bei normalen Konferenzen, eine ausgedehnte 25-minütige Fragesession auf dem Programm, bei welcher die zugeteilten Professoren angehalten sind, durchaus kritisch zu sein. Gerade an meinem Forschungsthema "Querkraft" wird momentan auf der ganzen Welt geforscht, weshalb hier besonders viel Input gegeben wurde. So durfte ich mit führenden Wissenschaftlern auf diesem Gebiet diskutieren, darunter Prof. Muttoni (EPFL Lausanne), Prof. Evan Bentz (University of Toronto) und Prof. Stephen Foster (UNSW Australien). Dies br...

Windtürme aus Fertigteilen

Unser Institut für Tragkonstruktionen beschäftigt sich nur mit der Erhaltung von bestehenden Bauwerken, sondern findet auch neue Wege um Konstruktionen schneller und präziser zu bauen. In diesem Fall soll ein Windturm schon zum Teil in einer Fabrik vorproduziert werden und im Baukastensystem auf der Baustelle zusammengesetzt werden.   © TU Wien Ich durfte bei diesem Projekt Berechnungen zum Ermüdungsverhalten von Windtürmen machen. Dies ist sehr wichtig, da so ein Windtürm während seiner Lebensdauer immer wieder durch verschieden starke Windstöße belastet wird und sich kleine Schädigungen mit der Dauer summieren. Dieses neue Bauverfahren, welches meine Koleg*innen Ilja fischer und Charlotte Schönweger mit Prof. Kollegger entwickeln, soll gerade in dem Thema Energie und Nachhaltigkeit einen wichtigen Beitrag liefern. Im letzten Sommer konnte erstmals ein Probeturm errichtet werden, wo ich auch vor Ort tatkräftig unterstützen durfte.   © TU Wien © TU Wien

Das Runde muss ins Eckige

Mein großes Hobby Fußball konnte ich in meine berufliche Aktivität an der TU Wien einfließen lassen und so organisierte ich den ersten innerfakultären Fußballcup. Dieses Engagement hat es sogar auf die TU-Homepage geschafft! (erstellt von Tobias Huber) Der Hype um das österreichische Fußballnationalteam hat auch die Fakultät für Bauingenieurwesen vollständig erfasst – und im Handumdrehen war die Idee des ersten innerfakultären Fußballcups geboren. Neun Mannschaften aus sieben Instituten fanden sich am 8. April in der Westside-Soccer-Arena ein, um die, neben dem Europameistertitel, wichtigste Fußballtrophäe des Jahres auszuspielen. © Tobias Huber Abseits von Statik, Baustellen und Integralgleichungen entpuppten sich die Bauingenieur_innen als wahre Bandenzauberer. Jede Menge Traumtore, tolle Paraden und das ein oder andere „Gurkerl“ konnte beim Turnier bejubelt werden, bei dem vor allem der Spaß am Sport und der interdisziplinäre Austausch im Vordergrund standen. Das spiege...

Was macht ein Bauingenieur?

Zum 125-jährigen Jubiläum der TU Wien wurde ein Imagefilm über das Berufsbild des Bauingenieurs erstellt. Ich durfte als Vertreter des konstruktiven Ingenieurbaus über meine Forschungstätigkeit erzählen. Bauingenieur_innen arbeiten in einer abwechslungsreichen Arbeitswelt, die von interdisziplinärer Zusammenarbeit geprägt ist. Bauingenieur_innen gestalten unsere technische Umwelt, planen Bauwerke und Infrastrukturen und wirken an deren Realisierung, Erhaltung sowie Entsorgung maßgebend mit. Sie planen und führen Maßnahmen zur Nachhaltigkeit, zum Schutz der Umwelt und zur Vorbeugung von Katastrophen durch. Die berufliche Tätigkeit entfaltet sich in Ingenieurbüros, Bauunternehmen, der Baustoffindustrie, der öffentlichen Verwaltung sowie in universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Bauingenieure_innen arbeiten mit Vertreter_innen anderer Fachbereiche zusammen, wie z.B. Archtitekt_innen, Mediziner_innen und Umweltwissenschaftler_innen.

Dankesrede zur Sponsion

Dankesrede zur Sponsion am 05.12. von Tobias Huber Vor rund einenhalb Jahren hatte ich die große Ehre, bei meiner Sponsion die Dankesrede als Vertreter meines Jahrgangs zu sprechen. Ich bin sehr dankbar, wenn ich auf diesen weiten Weg vom Studienanfänger bis zum Abschluss zurückblicke und möchte meine damaligen Worte gerne teilen. Sehr geehrter Dekan, sehr geehrter Studiendekan, sehr geehrte Professoren, liebe Neudiplomingenieure, liebe Mamas, Papas, Omas, Opas, Tanten, Onkeln, Brüder, Schwestern, Freunde und Freundinnen und Bekannte - kurz: liebe Festgäste! Heute ist ein Freudentag: denn heute geht für uns ein großartiger Lebensabschnitt erfolgreich zu Ende - nämlich unser Studium. Jeder von uns freut sich ein wenig anders darüber:  Der Eine ist völlig aus dem Häuschen, als wäre er gerade Formel 1 Weltmeister geworden, er steht heute ganz oben am Siegertreppchen und versprüht eine Flasche Champagner als Zeichen seines Triumphs. Ein Anderer freut sich so, als hätte er einen langen ...